Das oder was hab ich vermisst….

Ach ihr Lieben, ich weiß was ich vermisst habe, ich weiß es sogar ganz genau. Das Schreiben habe ich vermisst, das Ringen nach Wörtern, um ein Gefühl einzufangen, für das es eigentlich genug Wörter geben sollte, es aber kein einziges gibt. Und trotzdem versucht man es, eiert rum, versucht dabei noch besonders eloquent und intelligent zu klingen – und wie klingt man am Ende? Na wie alle anderen elenden Blogger auch…

Wie dem auch sei, das hier ist eher für mich als für euch. Lesen auf eigene Gefahr.

Denn ich habe beschlossen eine Retrospektive auf meine Depression zu werfen. Ich denke 4 naja fast sogar 5 Jahre nach dem absoluten Tief darf ich mir das erlauben, oder?

Ich bin dankbar. Das muss ich wohl vorab sagen. Dankbar für alle die geblieben sind, obwohl ich sicher keine einfache Gefährtin, Mama, Tochter, Schwester und Freundin war. Genau genommen war ich das wohl noch nie, aber in der Phase war es besonders schwer an meiner Seite. Also Danke dafür. Das ist auch so etwas was dir die Depression beibringt. Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür das du endlich wieder etwas fühlst, lachst oder schmeckst. Denn wenn das mal weg ist – Leute, dann ist das Leben scheisse. Aber wenn es mal weg war, ja, dann weißt du was du hast wenn es wieder da ist. Diese ganzen kleinen selbstverständlichen Dinge erfüllen dich mit einem warmen Gefühl von Dankbarkeit.

Ich bin demütig. Denn vor der „Dunkelheit“ kannte ich keine Grenzen meiner Kräfte und wenn sie doch mal wütend aufheulten, warf ich eine oder auch 2 IBU ein und dann verstummten sie innerhalb von maximal 15 Minuten – diese Minuten waren kurz echt hart aber danach machte sich das herrliche wattige Gefühl von „egal“ und „weiter gehts“ breit. Wenn der Körper gezwungen ist eine symbolische Kernschmelze durchzuführen, damit er endlich Gehör findet – du sozusagen auf Werkseinstellung zurückgesetzt wirst – dann weißt du, du bist zu weit gegangen. Und dann kannst du erstmal gar nicht mehr gehen. Nix geht mehr. Nix fühlt mehr. Nur die Tränen, die in deinen Augen brennen, die spürst du, als wären sie Salzsäule. Das Duracel-Häschen hat ausgetrommelt. Das Häschen ist traurig und weiß gar nix mehr. Und wenn man dann, wie ich das Glück hat, schnell eine gute Therapeutin zu finden, die das Häschen an die Hand nimmt und führt, ist Demut und ein Gespür für die eigenen Grenzen, die wichtigste Lektion. Denn das Häschen wird nie wieder trommeln und marschieren – es wird maximal schlendern und mit den Fingern schnippen. Lesson learned.

Ich bin wer. Und zwar ganz ohne was zu sein. Und es reicht da zu sein, ganz ohne die Beste zu sein. Einfach da sein, authentisch sein, atmen und lächeln, mal nix schlaues oder witziges sagen – nur zuhören und dazu lernen. Ein herrliches Gefühl – der Strom im Körper ist aus, man ist ganz entspannt. Meine Therapeutin sagte mal: „Sie sind nichts besonderes! Ist das nicht befreiend?!“ Und da hatte sie sowas von recht! Denn damit kommt auch eine gesunde Gelassenheit. Es muss einen nicht mehr jeder lieben und ich muss nicht mehr jeden verstehen. Ach und ganz wichtig: Ich muss nicht mehr jeden mögen. Denn wenn ich ehrlich bin und auf meine 38 Jahre Leben zurückblicke, hat nur ein Bruchteil der Menschen darin, meine Liebe wirklich geschätzt. Ihr wisst schon, Perlen vor die Säue und so.

Ich bin schön. Das war, ist wohl der schwierigste Part und der härteste Brocken, den ich aus der Dunkelheit hochwälzen muss. Ich arbeite noch immer daran. Ich habe verstanden, es aber noch nicht 100% empfunden. Aber ich entscheide das. Nicht Heidi, nicht die „Joy“ oder die essgestörte Freundin. Ich. Und ich hab gelernt, ich bin genug. Sei lieb zu deinem Körper, er ist dein zuhause, das hört man soooo oft. Ich wünschte, es gäbe für manche dauerunzufriedenen, dauerhungrigen Frauen mal ein Aufnahmegerät, für die innere verurteilende, drillinstructormässige Stimme. Die würden erschrecken, sie würden ihrer Erzfeindin nicht solche Sachen an den Kopf knallen. Sich selbst aber schon, in Endlosschleife. Und weil das unzufrieden macht und frustriert, sind Frauen untereinander auch oft so fies und verurteilend. So ein bisschen Wohlwollen und Liebe und Fürsorge für sich selbst und die Mitstreiterinnen. Das wäre ein Fortschritt. Ich fang damit an.

Ich bin verständnisvoll. Denn ich weiß jetzt, das ich nichts weiß. Ehrlich. Ich tu zwar immer mega besserwisserisch, aber letzten Endes weiß ich nix.  Ich kenne die Lösung für das Problem meines Gegenübers nicht. Es ist eine andere als die, die für mich funktioniert hat. Meine Depression, meine Essstörung, meine Ehe, meine Kinder etc.pp. – alle anders als bei meinem Gegenüber. Er ist anders als ich. Und vorallem muss mein Gegenüber den Weg selbst finden und erarbeiten. Das hab ich verstanden. Wie ich trotzdem helfen kann? In dem ich versuche zu verstehen, zu spiegeln und reflektieren. Don‘t listen in order to reply, but listen in order to understand. Das mag ich.

Ich bin mutig. Zu guter Letzt war das wohl die letzte Lektion die mir die Depression geschenkt hat. Denn wenn man seinen (vorübergehenden) Weg aus dieser tiefschwarzen Dunkelheit gefunden hat, wieder aufrecht steht, nicht mehr kriecht – dann fühlt man sich verdammt stark. Viel schlimmer kann’s nicht kommen, weiter unten kann man nicht sein. Das Wissen, es aus diesem Loch herausgeschafft zu haben, das lässt einen neue Entscheidungen und Aufgaben ganz anders angehen. Und mit meinen Gefährten „Dankbarkeit, Demut, Selbstwert und Verstand“ mache ich mich nun auf die Reise…

Was ist aus Lille Soes geworden, wollt ihr vielleicht wissen…. Lille Soes ist noch da, jeden Tag verbringe ich Zeit in meiner „Werkstatt“ – wie ich sie liebevoll nenne. Gerade habe ich die neue Winterkollektion fertiggestellt. Ihr findet sie demnächst auf meiner Facebookseite… Auch eine Homepage ist angedacht – aber damit hab ich es nicht eilig. Noch ist mir nicht langweilig – ich liebe mein jetziges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen – mit meiner Familie in einem neuen Zuhause. Gerade ist das Leben gut zu mir.

Ich wünsche euch alles Liebe – man liest sich hier sicher wieder mal.

Vi ses snart – Knus og Kram

Eure Bloggerin

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Neue Wege gehen…

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Überall gibts Jahresrückblicke… im Fernsehen, auf Facebook und bei meinem Bloganbieter WordPress…

Es ist omnipräsent, dieses Jahr ist rum! Und ehrlich gesagt bin ich ganz froh darum – war kein einfaches Jahr,

es darf gerne weiterziehen, ich werde es wenig vermissen…

Aber ich will nicht ungerecht sein, dieses Jahr hat mir auch was gebracht – ich habe Erkenntnisse gewonnen,

über mich, die Menschen die mich umgeben, meine Krankheit und die berufliche Zukunft die sich daraus

zwangsläufig ergibt. Ich blicke auf meinen kleinen geliebten Laden voller Wohlwollen und inneren Frieden zurück.

Es war gut, das es den Laden gab, es hat Spass gemacht, das Konzept ist voll aufgegangen und hat richtig gut

funktioniert – es ist ein gutes Gefühl zu wissen das der Laden super gelaufen ist und ich ihn geschlossen habe,

als es am besten lief – man soll schließlich gehen wenns am schönsten ist, oder? Aber ich habe mich übernommen,

es war zuletzt einfach mehr als ein „Hobby“ und etwas „nebenher“ – es hat mich komplett eingenommen und so

war das einfach nicht angedacht. Das funktioniert nicht – schon gar nicht auf dem Rücken meiner Familie, denn

sie waren es, die viel zu wenig von mir hatten, die sich mit einer müden ausgebrannten Mama zufriedengeben mussten.

Von daher mache ich es nun amtlich – Lille Soes lebt weiter, nur nicht im eigenen Laden… Die Idee hinter meinem Laden,

buntes lebensfrohes in gemütlicher Atmosphäre anzubieten darf im Damenzimmer weiterleben… Dort arbeite ich

als angestellte Mitarbeiterin 1-2 mal pro Woche arbeiten und meine Selbstproduzierten Sachen finden hier ihren Platz…

Also ich kann frohen Mutes sagen: Farvel, vi ses snart!

Alles Liebe, Jessi

Jeg savner dig, „my beloved“ Danmark!

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Es sind schon wieder viel zu viele Tage,Wochen, Monate vergangen, seit ich in meiner Herzensheimat war… Hier ganz wenige Schnapschüsse von dort…

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Die Weite, der Wind, die raue Sympatie des dänischen Volkes 😉

Nicht zu vergessen die Mode und das Essen… und natürlich Hygge – Hygge – Hygge!

All das versuche ich euch in meinem kleinen Laden in kleinen gut verdaulichen Dosen zu verabreichen… Also kommt und schaut was es momentan um 30% reduziert gibt – allerdings momentan nur Donnerstag+Freitag! 10-13 und 14-18 Uhr…

Jeg kan ikke vente at se jer!

„Qualitytime“ ist doch eigentlich ein Unwort für eine gute Sache…

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Ich stehe auf „Qualitytime“ – ehrlich! Diese Dauerberieselung durch Computer, Fernseher und Handys bzw. Smartphones (noch so ein Unwort) – da ist, zu deutsch, „Qualitätszeit“, rar geworden. Deshalb nehmen wir uns als „Lille Søs“-Familie auch ne Auszeit…. Wir sind dann mal weg! 15.5.13-19.6.13 – So lange müsst ihr uns und mich im Laden „entbehren“. Unser Haus hütet eine Freundin und der Laden wird durch 2 weitere liebe Freundinnen am Leben gehalten. Donnerstag vormittag sowie Freitag nachmittags könnt ihr auch während meiner Abwesenheit hemmlungslos shoppen – alle Sommerware hängt, der Laden platzt aus allen Nähten und es gibt 15 % Abwesenheitstrostrabatt auf alle Neuware und 2nd Hand Ware… Ist das nix? Ich werde euch alle trotzdem tierisch vermissen – Ihr und der Laden – das macht einfach Spass! Umso mehr freue ich mich auf meine Rückkehr und einen schönen Sommer bei Hollunderblüten-Limo auf der blauen Bank vorm Laden. Habt eine gute Zeit! Knus og Kram, Jessi

Remember, remember the 20th April!

Übermorgen ists endlich soweit, der Frühlingshofmarkt findet ab 12 Uhr bei uns statt… Ich freue mich auf euch und hoffe ihr ersetzt mit eurem Strahlen im Gesicht die fehlende Sonne – aber wenigstens gibts keinen Regen… Wetterfrosch, warte bis du mir unterkommst!

Anschlag ans schwarze Brett: Frühlingshofmarkt bei Lille Søs am 20.4.13 ab 12 Uhr

Ihr Lieben!

Eine turbulente krankkheitsbelastete Zeit liegt nun hoffentlich bald hinter uns, der Frühling kommt – spätestens Sonntag gehört er endlich uns und das wollen wir feiern, oder? Keiner hat mehr Kraft, Energie und gute Laune übrig, mit der  er der Kälte, dem Grau-in-Grau und dem Schneeregen trotzen kann… Der Frühling wird sehnlichst herbeigewünscht 🙂

Das findet mein Stammkunde Linus auch! Sein Wunsch ist dem Wetterfrosch natürlich Befehl, auch wenn dieser sich ordentlich Zeit gelassen  hat 🙂 Deshalb will Lille Søs das jetzt feiern, mit Linus natürlich und all den anderen die sich auf einen Markt unter freiem Himmel freuen, ohne sich gleich sämtliche Körperteile abzufrieren… Also erpresst den Wetterfrosch oder tut was auch immer nötig ist, damit wir am 20.4.13 auch wirklich noch Frühling haben – denn den brauchen wir, damit es so richtig toll wird… Was wird euch erwarten? Stände mit 2nd Hand Kindermode evtl. auch Kleidung für Erwachsene, Spielzeug, Fahrräder, Kinderwägen, Bücher, Antikes, Selbstproduziertes, Genähtes, Vintagemode etc. pp…. Eine echt BUNTE Mischung – wie ihr es von Lille Søs gewöhnt seid 🙂

Ich zähle auf euch – also auf zahlreiches Erscheinen UND darauf das ihr alle einladet oder am besten gleich mitbringt, die sowas wie den Frühlingshofmarkt auch toll finden. Aber ich zähl nicht nur ich freu mich auch tierisch auf euch! Bis dahin schön Erpressungsbriefe an Mr. Frog schicken – ne?!

Gut zu wissen…

Lieben Lille Søs-Supporter!

Ereignisreiche Wochen ziehen an uns vorbei und es geht mit der „Publicity“ für die Butik gut voran! Dank euren Empfehlungen! Mein erster Presseartikel in der Lokalpresse machte mich stolz und wie ich hoffe noch bekannter:

http://www.weingarten-baden.de/de/aktuelles/show/1311/

Jetzt wo endlich bald der Frühling dauerhaft bleibt – gibt es in der Butik viel fröhliche Frühlings- und Sommerware…Da Lille Søs nur noch bis 10.5.13 geöffnet und dann 5 Wochen in „Familienzeit“ nach Portugal geht, liegt es ganz an euch bis dahin mit hübschen Lieblingsteilen eingedeckt zu sein – und wie immer gibt es kein Lager bei uns – das heißt wer zuerst kommt, kriegt die süßesten Teile…

Seit letzer Woche „kooperieren“ Kathrin Thiele von „Schuhzeug“ und Lille Søs – das heißt ihr könnt die wunderhübschen Schuhe bei Schuhzeug online bestellen und dann bei uns in der Butik abholen… Einige Paare werden auch immer „in echt“ bei Lille Søs zu sehen sein… PomPom, Bisgaard und Co. – einfach Zucker…. Außerdem gibt es bei uns jetzt die wunderbaren Sachen von Steffi aka http://karlotta-werkstatt.de/…

Also viel Neues zu sehen – Vi ses!

Knus og Kram, Jessi von Lille Søs

Inspiration und Planung – passt das zusammen? Es muss…

Ihr Lieben, als ich heute morgen meine neuen Stoffe in der Hand hielt, wusste ich es wird Zeit für den viel besprochenen und angekündigten Kreativabend…  Das bedarf aber einiger Planung und Vorbereitung… Vorab muss ich wissen, wer will dabei sein, was stellt ihr euch darunter vor? In meinem Kopf läuft es folgendermaßen: Wir treffen uns an einem Freitag abend,irgendwann Ende März, bei Käse, Kerzen und Rotwein oder wahlweise Tee und natürlich schöner Musik… Wer mag, darf sich an der Nähmaschine „ausprobieren“, Stoffe und Material stelle ich – Hilfestellung bekommt ihr von begabteren Näherinnen :-)….  Wir können einfach gemütlich „klönen“ uns austauschen und beraten…. Wer hat Lust? Bitte Rückmeldung auf Facebook oder per Mail…

Außerdem in Planung:

Filzkurs für Mädels und mutige Jungs – irgendwann in den Osterferien nachmittags – Anmeldung auf den oben genannten Wegen.

Frühlings-Hof-Flohmarkt bei Lille Soes – wahrscheinlich Ende April – wer einen Stand haben möchte (max.2m) – Anmeldung auf den oben genannten Wegen.

Der Frühling kommt in großen Schritten, wir müssen dringend unsere Trägen Hinterteile bewegen 🙂

Alles Liebe, Lille Soes alias Jessi

Frühlingserwachen... Bunt kann jeder, aber bunt und schön ist eine Kunst! Riley - I love you!